Müssen Casino-Gewinne versteuert werden?

Müssen Casino-Gewinne versteuert werden?
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Diese Frage hat sich sicherlich schon so mancher gestellt, nachdem er einen dicken Gewinn in einem Online Casino eingefahren hatte. Grundsätzlich gilt – zumindest im Gebiet der Europäischen Gemeinschaft – jedoch, dass in Casinos gewonnene Beträge nicht versteuert werden müssen, wobei es keine Rolle spielt, ob es sich um ein landbasiertes Casino handelte oder ein Online Casino.

Euros - Müssen Gewinne versteuert werden?Leider ist die Frage damit aber noch nicht gänzlich beantwortet. Sehr wohl zugreifen darf das Finanzamt nämlich, wenn der Gewinner von ihm als „Profispieler“ eingestuft wird. Um diesen Status besser zu verstehen, hilft es, wenn man das Wort „Profispieler“ durch „Berufsspieler“ ersetzt. Das ist also jemand, der seinen Lebensunterhalt in erster Linie durch die Erwirtschaftung von Gewinnen aus dem Glücksspiel bestreitet, d.h. sein persönliches Einkommen beruht hauptsächlich auf der Teilnahme am Glücksspiel. In diesem Falle wäre diese Person verpflichtet, auf diese Gewinne Einkommen- bzw. Lohnsteuer zu entrichten.

Das dürfte für die allermeisten unter uns also nicht zutreffen, denn mit aller Wahrscheinlichkeit gehen wir einem geregelten „normalen“ Beruf nach und das Spielen zählt bei uns lediglich zur Freizeitbeschäftigung. Etwas verzwickter wird es selbstverständlich, wenn wir dermaßen von der Göttin Fortuna geküsst sind, dass wir über das Jahr verteilt womöglich tausende, wenn nicht gar zehntausende oder noch mehr Euros aus dem Zocken einstreichen. In einem solchen Fall könnte der Fiskus in der Tat entscheiden, dass dies als reguläres – und damit besteuerbares – Einkommen anzusehen ist.

Glücklicherweise findet das Spielen aber sehr oft grenzübergreifend statt, da viele der bekanntesten Online Casinos in anderen EU-Ländern bzw. -Regionen lizensiert sind, z.B. Malta, Gibraltar, Isle of Man, usw. und darüber hinaus auch keiner Verpflichtung unterliegen, ausgezahlte Gewinne an bestimmte Aufsichts- oder Finanzbehörden melden und die jeweiligen Empfänger angeben zu müssen. Solche Überweisungen dürften deshalb nur ans Tageslicht kommen, wenn der Empfänger aus anderen Gründen einer gründlichen Steuerprüfung unterziehen muss.

Bei wem tatsächlich der Rubel sehr kräftig rollt, könnte zudem beispielsweise auch in Erwägung ziehen, seine Gewinne auf einem extra eingerichteten Bankkonto in einem sogenannten „Steuerparadies“ (Monaco, Andorra, usw.) deponieren zu lassen und jeweils nur kleinere Beträge abzuziehen – legal ist dies aber natürlich nicht und man sollte nicht vergessen, dass Steuerhinteruiehung zum Teil hart bestraft wird. Dieser Aufwand lohnt sich jedoch bei den meisten unter uns sicherlich nicht. Letztendlich wäre auch noch anzumerken, dass eine „Selbstdeklarierung“ als Profispieler ab einem gewissen jährlich eingestrichenen Gesamtbetrag aus Glücksspielgewinnen aus steuertechnischen Gründen möglicherweise sogar von Vorteil sein könnte, denn unter Umständen kann man vielleicht Einsätze sowie eingefahrene Verluste von der Steuer absetzen. Doch dazu sollte auf jeden Fall der Rat eines Steuerberaters eingeholt werden.



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